Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

DAT-Barometer Oktober 2021

Schwerpunkt Pkw-Halter

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

Diese Frage spielt im DAT-Barometer eine zentrale Rolle. Derzeit würden sich, wenn ein Pkw-Kauf anstehen sollte, 14% für ein reines E-Auto entscheiden (+4 Prozentpunkte ggü. Vorjahr). Leicht zulegen konnte auch der Diesel von 15 auf jetzt 16%. Am häufigsten würden die Befragten aber einen Pkw mit Benzin-Antrieb (40%) kaufen, gefolgt vom Hybrid (27%). 

Gestiegen ist die Beschäftigung mit dem Thema E-Mobilität: 39% der Befragten gaben an, sich aufgrund der Prämien mit diesem Thema auseinanderzusetzen (+10 Prozentpunkte). Dies führt allerdings nicht zwangsläufig zu einer höheren E-Auto-Akzeptanz. 43% würden mit einem E-Auto das bestehende Haupt-Auto ersetzen, während 39% es nur als Zweit- oder Drittwagen verwenden wollen. Hinzu kommt: Die große Mehrheit der Befragten (78%) sieht die Entsorgung der Akkus kritisch, 66% befürchten, auf die Pkw-Halter kommen zusätzliche Kosten zu. Gefragt nach einer grundsätzlich Kauf- oder Leasing­option eines E-Autos, präferieren derzeit 29% aller Befragten das Leasing.

Interessant in diesem Kontext ist auch der Kenntnisstand rund um E-Fuels. 34% kennen diese synthetisch hergestellten Kraftstoffe gar nicht, 31% nur den Namen. Etwas darüber gehört und gelesen haben 26%, viel und intensiv damit beschäftigt haben sich insgesamt nur 9%. 

Die hohe Nachfrage nach Gebrauchtwagen macht sich in den seit Monaten steigenden Fahrzeugwerten bemerkbar: Drei Jahre alte Benziner erzielen aktuell 58,0%, Diesel 55,2% ihres ehemaligen Listenneupreises. E-Autos als Gebrauchtwagen sind dagegen deutlich weniger wertstabil und werden zu 47,4% gehandelt.

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

Wahrscheinlichste Motorart, wenn Pkw-Kauf anstehen würde

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität? 

Klassische Verbrenner nach wie vor bevorzugteste Motorart: Für das aktuelle DAT-Barometer wurden repräsentativ die Pkw-Halter befragt, für welche Motorart sie sich, ganz unabhängig ob ein Pkw-Kauf ansteht oder nicht, am wahrscheinlichsten entscheiden würden. Das Stimmungsbild zeigt, der Großteil (40%) würde sich für den Benziner entscheiden, 27% einen Hybrid wählen und 16% einen Dieselantrieb. Ein E-Auto käme für 14% der Pkw-Halter infrage. Der Zuspruch zur rein batteriebetriebenen Antriebsart stieg gegenüber der Befragung von September 2020 um vier Prozentpunkte.

Verhalten der Pkw-Halter in Bezug auf Elektromobilität

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

„Risikoabwägung“ beim E-Auto: Was die Anschaffung von E-Autos betrifft, so präferieren 29% ein Leasingmodell, 43% den klassischen Besitz, 28% konnten sich nicht entscheiden. Mit ein Grund für ein Leasingmodell kann die Sicherheit in Bezug auf Wertverlust oder später anfallende Kosten sein. So befürchten 66%, sie würden für die Entsorgung eines E-Autos (z. B. nach Unfall oder bei Verschrottung aus Altersgründen) nochmals zur Kasse gebeten. Aber auch der ökologische Gedanke spielt in Bezug auf Batterien eine Rolle: 78% der Pkw-Halter sehen deren Entsorgung kritisch. Sie denken, dass es hierfür noch zu wenige Lösungen oder Konzepte gibt.

Ansichten der Pkw-Halter zu E-Autos

„Risikoabwägung“ beim E-Auto: Was die Anschaffung von E-Autos betrifft, so präferieren 29% ein Leasingmodell, 43% den klassischen Besitz, 28% konnten sich nicht entscheiden. Mit ein Grund für ein Leasingmodell kann die Sicherheit in Bezug auf Wertverlust oder später anfallende Kosten sein. So befürchten 66%, sie würden für die Entsorgung eines E-Autos (z. B. nach Unfall oder bei Verschrottung aus Altersgründen) nochmals zur Kasse gebeten. Aber auch der ökologische Gedanke spielt in Bezug auf Batterien eine Rolle: 78% der Pkw-Halter sehen deren Entsorgung kritisch. Sie denken, dass es hierfür noch zu wenige Lösungen oder Konzepte gibt.

Kenntnisstand und Einschätzung der Pkw-Halter zu E-Fuels

E-Fuels bei Pkw-Haltern nur bedingt bekannt: Im Zuge der Diskussion um den Ausstieg aus dem Verbrenner ist oftmals von E-Fuels die Rede. Mit diesen synthetischen Kraftstoffen haben sich derzeit nur 3% der befragten Pkw-Halter intensiv beschäftigt. 6% hatten viel, 26% nur etwas davon gehört oder gelesen. Bei der weiteren Befragung dieser drei Teilgruppen kam heraus, dass die große
Mehrheit (75%) diese Kraftstoffe für vielversprechend hält. E-Fuels seien eine klimaschonende Alternative neben der Elektromobilität, da Verbrenner das Straßenbild noch lange Zeit beherrschen werden. 18% sehen deren Herstellung als aufwendig und teuer.

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

Wertentwicklung von dreijährigen Pkw

Restwerte von E-Autos fallen weiter: Wegen der anhaltenden Engpässe auf dem Neuwagenmarkt sind Gebrauchtwagen weiterhin begehrt. Dies führte bei den Verbrennern in der ersten Jahreshälfte zu stabilen Preisen, seit Mitte des Jahres zeigt die Wertverlaufskurve sogar nach oben. Derzeit verkaufen Händler ihre Benzin-Gebrauchtwagen für 58,0% des ehemaligen Listen-neupreises, Diesel für 55,2%. Eine Herausforderung ist allerdings die Vermarktung von batterieelektrischen Gebrauchtwagen. Vor allem die Prämien für neue E-Autos üben einen großen Preisdruck aus, so dass die Werte von dreijährigen Fahrzeugen aktuell mit 47,4% zwischenzeitlich weit unter den klassischen Verbrennern liegen. 

Wie denken Pkw-Halter über E-Mobilität?

DAT-Barometer 2021 Automobiles Wissen beginnt mit uns.

DAT-Barometer 2021 Automobiles Wissen beginnt mit uns.„Nachhaltigkeit wird im Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement immer wichtiger. Sie ist heutzutage ein selbstverständlicher Teil der Unternehmensstrategie – oder sollte es sein. Unternehmen entscheiden nach ökologischen, aber notweniger Weise auch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. Mobilitätsanforderungen müssen erfüllt werden, die passenden Fahrzeuge oder Alternativen lieferbar sein. Deswegen kann eine Mobilitätswende auch kein radikaler Umbruch sein, sondern ist ein Prozess, der Übergangstechnologien, intelligente Lösungen und die richtigen politischen Rahmenbedingungen braucht. Alternative Antriebe, neue Technologien, Themen wie eFuels und neue Konzepte für betriebliche Mobilität sind ein Mittel, um den Weg zu einer nachhaltigen betrieblichen Mobilität zu bereiten. Die steuerlichen Anreize zeigen nach den vorliegenden Ergebnissen des DAT-Barometers Wirkung. Natürlich beeinflussen sie Entscheidungen in den Unternehmen. Allerdings sind die Förderungen häufig zu wenig differenziert, Beispiel Plug-In-Hybride. Das ist eher ein Geschenk an die Autoindustrie zur Erreichung der CO2-Ziele. Grundsätzlich ist die Förderung der E-Mobilität zwar gut, aber mit Blick auf den ökologischen Fußabdruck bei Plug-In-Hybriden eher eine Mogelpackung. Eine Förderung muss nach unserer Ansicht – und da stehen wir nicht alleine – an eine adäquate Stromnutzung von mindestens 50 Prozent gekoppelt werden. Aber bei aller Kritik, die Förderung umweltfreundlicher Technologie an sich ist zu begrüßen. Doch wenn der Staat eingreift, sollte alles ein wenig strukturierter und auch Bedarfen der Unternehmen gerechter werden. Problem: Es ist gefährlich, Scheuklappen anzulegen, sich nur auf E-Mobilität zu fokussieren und den Blick auf andere alternative Antriebe nicht zu wollen. Alle Möglichkeiten, Emissionen zu reduzieren sollten gleich gefördert werden. Aber klar ist auch: Subventionierungen auf Dauer können nicht zielführend sein.“

Methodik
Das DAT-Barometer ist eine Momentaufnahme aus primär-/sekundärspezifischen Automarkt-Daten.
Für die Verbraucherbefragung (Oktober 2021) wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.062 Online-Interviews (CAWI) über die GfK im Zeitraum 05.–07.10.2021 durchgeführt. Die Datengewichtung erfolgte nach KBA-Pkw-Bestand (Marke u. Motorart).

Das nächste DAT-Barometer 
erscheint am 18. November 2021

Grundsätzliche Hinweise:

…ins Leben gerufen, um die Diskussion um den Diesel zu versachlichen. Gemäß dem Auftrag der DAT, als neutrale Instanz die Daten der Automobilbranche zu sammeln, anzureichern und diese wieder strukturiert dem Markt zur Verfügung zu stellen, konnte eine umfangreiche Wissensplattform geschaffen werden. Diese soll unter dem Namen DAT-Barometer auch weiterhin als Grundlage all denjenigen dienen, die sich in öffentlichen Diskussionen über Themen aus der Automobilbranche vorzugsweise auf Fakten als auf Meinungen stützen. Die unterschiedlichen Perspektiven (private Autokaufplaner, Pkw-Halter, Automobilhändler, Fuhrparkverantwortliche) der einzelnen Veröffentlichungen zeigen hierbei das Spektrum des Marktes und dessen Sicht auf die individuelle Mobilität

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Barometer Oktober 2021 (PDF)

Alle Details zu bisherigen Themen, schneller Zugriff auf alle Grafiken, einfache Recherche
sämtlicher Daten – rückwirkend bis 2017.

Sämtliche im DAT-Barometer enthaltenen Angaben sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck und fotomechanische/digitale Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe
„Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT)“. Kommerzielle Nutzung, auch auszugsweise, nur nach vorheriger Zustimmung der DAT.

DAT-Report 2021
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